Ökostrom

Unter der Bezeichnung Ökostrom wird der Strom geführt, der unter Nutzung ökologisch vertretbarer Anlagen aus den erneuerbaren Energiequellen produziert wird. Dabei wird nicht nur auf die Nutzung von Kohle, Erdöl oder Kernkraft verzichtet, sondern auch auf solche Riesenprojekte, wie zum Beispiel das Drei-Schluchten-Projekt in China, wo Strom mit Hilfe von Wasserkraft gewonnen wird – eigentlich positiv, aber für die Umwelt schlecht, aufgrund der Größe des Projekts.

Wasserkraft und Windenergie werden hauptsächlich eingesetzt, um Ökostrom zu erzeugen. Hinzu kommen die bislang noch etwas weniger genutzten Energiequellen, wie Biogas, Solarthermie, Geothermie oder Photovoltaik. Als Gegensatz zum Ökostrom ist der konventionelle Strom zu sehen, der aus fossilen und atomaren Brennstoffen erzeugt wird. Wer Ökostrom bucht, der bekommt aber dennoch nicht immer den ökologisch produzierten Strom. Denn es gibt nun einmal nur eine Leitung für den Strom und diese lässt sich nicht trennen in „Leitung für konventionellen Strom“ und „Leitung für Ökostrom“. Daher wird in dem gewählten Tarif zwar Ökostrom bezahlt, dennoch kommt in der Steckdose der konventionelle Strom häufiger an. Der Ökostrom wird in das bestehende Stromnetz eingespeist und dann verteilt, daher ist er nicht mehr als reiner Ökostrom zu bezeichnen.

Doch jedem Kunden, den die Ökostrom Versorger hinzugewinnen, wächst der Anteil des „guten“ Stroms im Netz. Anbieter sind unter anderem Greenpeace energy, LichtBlick oder die Naturstrom AG. Auch viele Versorger mit konventionellem Strom bieten einen eigenen Tarif für den Ökostrom. Dann wird meist der übliche Preis bezahlt und ein Aufschlag für den Ökostrom verlangt. Allerdings ist Ökostrom bei Weitem nicht mehr so teuer, wie er es einmal war und die Preisunterschiede verschwinden immer mehr. Einige Anbieter, wie der genannte LichtBlick, kaufen auch konventionellen Strom hinzu, um Spitzenzeiten abzudecken. Allerdings ist der tatsächliche Anteil des konventionellen Stroms, der am Ende wirklich eingespeist wird, verschwindend gering. Spitzenzeiten sind generell ein Problem und hier ist der konventionell erzeugte Strom wieder wichtig, damit überhaupt Strom fließt.